Qigong, Achtsamkeit & Meditation


Vor vielen Jahren erhielt ich ein Gedicht als Geschenk von Tinna Sigge. Es wurde als Hommage an meinen Kräutergarten geschrieben, den ich damals führte. Doch man kann noch viel mehr in dieses Gedicht hineinlesen. Der Garten kann als Ausdruck eines Ortes verstanden werden, an dem Frieden gefunden wird, oder warum nicht als Sinnbild für das Zusammensein mit einem geliebten Menschen, Partner oder Haustier? Vielleicht gibt es einen Garten im Inneren, zu dem der Weg immer offensteht?
„Im Garten meines besten Freundes
dehnen sich die Sekunden aus
zu Augenblicken
der Stille
in denen ich still werden kann
den Atem anhalten
das Unfassbare
ergreifen
das ich bin.
Das Herz verlangsamt seine Schläge
wenn die Zeit sich öffnet.“
Qigong ist ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin und zielt darauf ab, durch langsame Bewegungen in Kombination mit Entspannung und Atemübungen Gleichgewicht in Körper und Geist zu schaffen. Die eigenen inneren Kräfte des Körpers werden aktiviert, sodass der Einfluss auf das sympathische Nervensystem verringert wird und dadurch stresslindernd wirkt.
Einer schwedischen Studie zufolge hat Qigong positive Effekte für Menschen, die von Burnout betroffen sind. Das Qigong-Training führte zu einer Verringerung des empfundenen Stresses und zu weniger krankheitsbedingten Fehlzeiten.
Methoden wie Qigong, Tai Chi und Yoga kombinieren Atemkontrolle mit verschiedenen körperlichen Übungen, die das autonome Nervensystem beeinflussen und die Sympathikusaktivität herunterregulieren. Es ist eine Methode, um Stress zu bewältigen und entgegenzuwirken, was die emotionale Kontrolle, die Körperkontrolle und das Wohlbefinden verbessert sowie Aufmerksamkeit, Gedächtnis und andere kognitive Funktionen stärkt, sagt Peter Blomstrand, außerordentlicher Professor an der Hochschule für Gesundheit an der JU sowie Chefarzt in der Region Jönköpings län.
Achtsamkeit (Mindfulness) und Meditation zielen darauf ab, die Sinne zu aktivieren und das Bewusstsein für sich selbst zu erhöhen, indem Gefühle, Gedanken und Sinneseindrücke ohne Bewertung wahrgenommen werden und so gesteuert und gewählt werden kann, wie auf sie reagiert wird. Auch hier ist die Atmung – ebenso wie im Qigong – ein zentraler Bestandteil des Fokus-Trainings. Akzeptanz, bewusste Präsenz, das Verstehen und Steuern der eigenen Aufmerksamkeit und Gefühle können bei Stress, Schmerzen und EIPS helfen.
Regelmäßig werden Kurse in Qigong, Achtsamkeit und Meditation sowie einzelne Veranstaltungen wie das Konzept „Schöner Sonntag“ angeboten, bei denen über einige Stunden gemeinsam Entspannung, Atmung und sanfte Qigong-Bewegungen geübt, verschiedene Sinneserfahrungen genossen und der Körper durch Präsenzübungen und Vertrauen erlebt werden – alles, um gute Werkzeuge zu erhalten, um den Alltag mit all seinen Herausforderungen zu bewältigen.
Herzlich willkommen zur Kontaktaufnahme!
Quellen:
https://lakartidningen.se/klinik-och-vetenskap-1/2006/06/qigong-har-stressdampande-effekt/
Stenlund T, Ahlgren C, Lindahl B, Burrell G, Steinholtz K, Edlund C, Nilsson L, Knutsson A, Slunga Birgander L (2009). "Cognitively Oriented Behavioral Rehabilitation in Combination with Qigong for Patients on Long-Term Sick Leave Because of Burnout: REST—A Randomized Clinical Trial". International Journal of Behavioral Medicine 16 (3): S. 294–303. doi:10.1007/s12529-008-9011-7.
